Praxis für Pathologie Vechta
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Immunhistologie
Die Immunhistochemie ist eine spezielle Methode mit deren Hilfe ganz bestimmte körpereigene oder körperfremde Eiweißstoffe außerhalb der Zellen, an der Zelloberfläche, in der Zelle und im Zellkern nachgewiesen werden können. Diese Methode ist heute unverzichtbar für die Einordnung und für die Therapieplanung von bösartigen Tumoren. 

Beispiel: Hormonrezeptorenbestimmung beim Mammakarzinom.
Immunreaktiver Score (IRS)
Immunreaktiver Score (IRS 12)   Immunreaktiver Score (IRS 6)
IRS 12   IRS 6
Immunreaktiver Score (IRS 2)   Immunreaktiver Score (IRS 0)
 IRS 2   IRS 0
Der immunreaktive Score für Östrogen- und Progesteronrezeptoren gibt einen Anhalt für das Vorkommen von Östrogen- und Progesteronrezeptoren in den Zellkernen von Mammakarzinomzellen.

Er wird semiquantitativ durch Multiplikation der Anzahl positiv markierter Zellkerne und deren Färbeintensität berechnet. Der maximale semiquantitative errechnete IRS-Wert liegt bei 12. Ab einem IRS-Wert von 3 liegt ein positives Ergebnis vor und eröffnet eine entsprechende  Therapieoption bei Mammakarzinomen.
Score-System HER2/neu
HER2/neu Score 3+   HER2/neu Score 2+
Score: 3+
  Score: 2+
HER2/neu Score 1+   HER2/neu Score 0
 Score: 1+
  Score: 0
Auch die HER2/neu Expression kann immunhistochemisch, semiquantitiativ durch die Färbeintensität und Vollständigkeit der Zellmembrandarstellung in den Mammakarzinom- zellen beschrieben werden. Der Grad der HER2/neu Expression wird durch ein Score- System von 0 bis 3+ dargestellt.
Der immunhistoche- mische Nachweis eines Score 3+ eröffnet eine entsprechende Therapieoption bei Mammakarzinomen.

konzept & design: karl majert
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Letzte Aktualisierung: 10.09.2006
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