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Was ist eine intraoperative Schnellschnitt-Untersuchung? |
– es ist eine sehr schnelle, innerhalb von wenigen Minuten
durchgeführte, feingewebliche (histologische) Untersuchung von
Gewebe während einer Operation; in der Regel befindet sich der Patient
während der Schnellschnittuntersuchung in Vollnarkose, Teilnarkose oder
örtlicher Betäubung. Erst nach der telefonischen Übermittlung des
Schnellschnittuntersuchungsergebnisses wird, abhängig von dem Befund,
die Operation fortgesetzt oder beendet.
– die intraoperative Schnellschnitt-Untersuchung unterscheidet sich in
einigen Punkten von der üblichen histomorphologischen
Aufarbeitung von Gewebe (siehe hierzu Pathologie allgemein). |
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Welche Bearbeitungsschritte sind notwendig damit der Pathologe das Gewebe bei der Schnellschnittuntersuchung im Mikroskop begutachten kann? |
Zunächst wird das zu untersuchende Gewebe vom Operationssaal zur
Pathologie transportiert. Dies erfolgt durch den Fahrdienst der
Pathologie. |
Ist das Gewebe in der Pathologie eingetroffen, wird es in den
Zuschneideraum gebracht. Dort wird das Untersuchungsmaterial mit einer
Journalnummer gekennzeichnet und anschließend durch die Sekretärinnen
in das Praxisinformationssystem aufgenommen. (45 Sekunden) |
Das zur intraoperativen Schnellschnittuntersuchung übersandte,
fadenmarkierte Operationspräparat wird gewogen und vermessen. (15 Sekunden) |
Anschließend erfolgt die Präparation des Untersuchungsmaterial, wobei
die für die Diagnostik relevanten Gewebeanteile für die
Schnellschnitt-Untersuchung zugeschnitten werden: Links:
Lamellierung des Gewebes in 5 mm dünne Scheiben. Mitte: Zuschnitt des
makroskopisch auffälligen Gewebebezirks für die
Gefrierschnitt-Untersuchung. (60 Sekunden) |
Die
zugeschnittene Gewebeprobe wird mittels einer speziellen
Gefrierklebeflüssigkeit auf einen Metallstempel fixiert. (15 Sekunden) |
Anschließend wird der Metallstempel mit dem Gewebe in einem
Gefriermikrotom (links) auf einer Schnellgefrierleiste (mitte)
innerhalb von 2 bis 3 Minuten auf –50°C tiefgefroren (linker Metallstempel
mit dem tiefgefrorenen Gewebe, rechter Metallstempel mit Gewebe zu
Beginn der Gefrierphase). (150 Sekunden) |
Das tiefgefrorene Gewebe wird danach im Gefriermikrotom in hauchdünne (~ 5 Mikrometer) Präparate geschnitten. (120 Sekunden) |
Anschließend werden die Gefrierschnittpräparate mittels einer Schnellfärbereihe fixiert und gefärbt. (30 Sekunden) |
Die gefärbten Schnellschnittpräparate werden gesäubert und mit einem
dünnen Deckplättchen abgedeckt, so dass ein Abwischen der Präparate vom
Objektträgern unmöglich wird. (15 Sekunden) |
Anhand des lichtmikroskopischen Befundes erstellt der Pathologe seinen
Befund.
Dieser Befund wird dem Operateur unmittelbar, telefonisch mitgeteilt.
Drei Minuten später erfolgt die Übersendung des
schriftlichen Befundes per FAX. |
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Wozu dient eine intraoperative Schnellschnitt-Untersuchung? |
Sie dient dem Operateur als Entscheidungshilfe/-wegweiser für die
weitere Operationsvorgehensweise: (z.B. - ist der bösartige Tumor
komplett entfernt und sind die Sicherheitsabstände zum Abtragungsrand
eingehalten: die Operation kann beendet werden; - reicht der bösartige
Tumor bis an die Resektionsränder: der Operateur muss nachresezieren;
ist der Sentinel-Lymphknoten{Wächter-Lymphknoten} tumorfrei: kann der
Operateur auf die Entfernung weiterer Lymphknoten im Abflussbereich des
bösartigen Tumors verzichten). |
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Wie lange dauert eine intraoperative Schnellschnitt-Untersuchung? |
Die Dauer einer intraoperativen Schnellschnitt-Untersuchung hängt
überwiegend vom Umfang der notwendigen Präparation, der Zahl der zu
untersuchenden Schnellschnitte und einer eventuellen zusätzlichen
Präparateradiographie (z.B. bei Brustdrüsengewebe) der
Operationspräparates ab. Die Zeitspanne kann im schnellsten Fall etwa 7
Minuten und bei entsprechend zeitaufwendigeren Vorgehen bis zu 25
Minuten dauern. |