Praxis für Pathologie Vechta
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Fachbegriffe der Diagnostik
 
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Informieren Sie sich hier über häufig in der Diagnostik vorkommende Begriffe.
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A Seitenanfang
Amplifikation   Da virale und bakterielle Nukleinsäuren in teilweise sehr geringen Mengen vorhanden sind, werden diese kleinen Mengen durch eine Amplifikation bei der PCR bis zu 40 mal kopiert, wobei alle dabei entstehenden Kopien ebenfalls wieder kopiert werden. Ausgehend von einem Stück eines DNA-Doppelstranges erhält man bei 40 Kopiervorgangen durch die Polymerase 2 hoch 2 = 4, 4 hoch 2 = 16,...bis zu 2 hoch n Kopien (n = Anzahl der Kopierrunden). In diesen "rauen" Mengen kann man die entstandene DNA z.B. eines Erregers mit verschiedenen Verfahren nachweisen (Real-Time, Ethidiumbromid).
Annealing   Anlagerung der Oligonukleotide an die DNA-Einzelstränge.
Apoptose   ist ein streng regulierter Mechanismus mit dem geschädigte, überzählige oder potentiell schädliche Zellen durch programmierten Zelltod eliminiert werden. Sie dient der Entfernung von körpereigenen Zellen im Verlauf der Embryonalentwicklung, von Wachstum und Differenzierung, der Immunantwort und der zellulären Homeostase. Während der gesamten Lebensspanne des Menschen gehen jede Sekunde mehrere Millonen Zellen in Apoptose um das zelluläre Gleichgewicht zwischen alten und neuen Zellen aufrechtzuerhalten. Ein Ungleichgewicht zwischen Apoptose und Proliferation kann zu einer Tumorbildung führen.
Atypie   nicht typische, von der Regel abweichende Zellmorphologie; wird als Synonym für Dysplasie gebraucht
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B Seitenanfang
Bakterien   Im Vergleich zu den meisten Viren riesengroße Mikroorganismen mit DNA als Nukleinsäure. Diese liegt "nackt" in der Zelle vor, ist also nicht in einem Zellkern organisiert. Man spricht von Prokaryoten (pro = vor/vorher, karyo = Kern). Neben vielen nützlichen Bakterien, die in der Lebensmittelindustrie verwendet werden (z.B. Milchsäurebakterien im Joghurt) gibt unter ihnen viele, die beim Menschen zu ernsthaften Erkrankungen führen können. Bekanntere Beispiele sind Salmonellen, Legionellen und verschiedene Mycobakterien. Einige Erkrankungen lassen sich, wenn sie frühzeitig erkannt werden, durch Antibiotika behandeln. Durch den massiven Einsatz von Antibiotika ist es in verschiedenen Bakterienstämmen zu einer Resistenzentwicklung gekommen, durch die eine Behandlung durch das betreffende Antibiotikum erschwert wird. Anzumerken ist allerdings, dass einige Bakterien und die von ihnen hergestellten Enzyme (z.B. DNA-Polymerase) für Biologen und Mediziner für ihre Arbeit sehr wichtig sind.
Biopsie   (bios, gr. = Leben, opsis, gr. = Sehen, Wahrnehmung) Entnahme von Gewebe beim Lebenden durch Punktion oder mit speziellen Instrumenten zum Zwecke der histologischen Untersuchung
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C Seitenanfang
CD52 (Human) – Proteinname: CAMPATH-1   [Synonyme: Cambridge pathology 1 antigen, Epididymal secretory protein E5, CDw52]

CD52 ist ein Glykosylphosphatidyl-Inositol-(GPI)-verankertes Antigen an der Außenseite der Plasmamembran von Lymphozyten, Monozyten, Thymozyten, eosinophilen Granulozyten, Makrophagen und von Epithelzellen des distalen Epididymis und des Ductus deferens. CD52 ist auf Chromosom 1 (1p36) lokalisiert. Die physiologische Rolle von CD52 ist unklar. CD52 wird von vielen malignen lymphatischen Erkrankungen exprimiert. Gegen CD52 (CAMPATH-1) gerichtete Antiköper werden erfolgreich in der Therapie von lympho-proliferativen Erkrankungen eingesetzt.
CUP-Syndrom   (Cancer of unknown primariy – Krebs bei unbekannten Primärtumor): bei 2-10% aller Patienten mit einem bösartigen Tumor (Krebs) werden zwar Metastasen gefunden, deren eigentlicher Ursprung bleibt aber zunächst unbekannt. Untersuchungen zum CUP-Syndrom zeigen, dass am häufigsten primäre Bronchialkarzinome zu einem CUP-Syndrom führen können, gefolgt von bösartigen Bauchspeicheldrüsentumoren. Nicht ganz so häufig geht ein CUP-Syndrom aus Tumoren der Leber, der Gallenblase, des Dick- und Dünndarms, der Brustdrüse, der Prostata oder der Eierstöcke hervor.
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D Seitenanfang
Denaturierung   Durch Hitze oder Chemikalien bewirkte, zumeist unwiderrufliche Verformung von Proteinen. Die Denaturierung der DNA für die PCR erfolgt durch Hitze, dieser Vorgang ist jedoch reversibel, d.h. bei Temperaturabnahme lagern sich die DNA-Einzelstränge wieder aneinander.
Deparaffinierung   Es ist möglich DNA aus Gewebe zu isolieren, dass in Paraffin eingelegt wurde. Dazu muß das Paraffin jedoch entfernt werden. Hierzu existieren verschiedene Methoden, die u.a. auf der Verwendung von Xylol basieren.
Detektionsverfahren   Die amplifizierte DNA kann durch verschiedene Methoden für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden. Eine sehr gängige Methode beinhaltet die Auftrennung der DNA-Kopien durch ein Gel, auf dem nach einer Gelelektrophorese alle DNA-Stücke der Größe nach getrennt vorliegen. Durch eine Färbung mit einem Farbstoff wird die DNA in dem Gel unter UV-Licht sichtbar. So ist z.B. ein Stück von 560 Basenpaaren (bp) sehr gut von einem Stück mit 1000 Basenpaaren zu unterscheiden. Die sichtbare Bande entspricht nicht tatsächlich nur einem einzigen Molekül, sondern im Idealfall 2 hoch n Kopien des gleichen Abschnitts. Vergleiche dazu auch --> Amplifikation.
Eine sehr elegante Methode zur Detektion der PCR-Fragmente kommt bei der Real-Time-PCR zum Einsatz.
DNA-Extraktion   Verschiedenste Verfahren wurden entwickelt, um DNA aus Zellen zu isolieren. Manche Zellen, wie z.B. bestimmte Bakterien müssen durch zusätzliche Enzymlösungen behandelt werden, da ihre Zellwand sehr fest ist.
DNA-Polymerase   Dieses Enzym wird verwendet um eine PCR durchzuführen. Enzyme werden normalerweise durch Hitze schnell zerstört, man spricht von der Denaturierung eines Enzyms. Um nicht für jeden Kopiervorgang der Amplifkation neues Enzym in das Reaktionsgefäß geben zu müssen, werden seit geraumer Zeit extrem thermostabile Polymerasen eingesetzt, deren Bauplan aus Mikroorganismen stammt, die an extrem heißen Standorten zu finden sind (z.B. Thermus aquaticus). Dies ermöglicht die Automatisierung der PCR-Zyklen.
Dysplasie   - "atypisches Epithel", Sammeltopf aller atypisch proliferativen Zellveränderungen, insbesondere der Zellkernveränderungen (Zellkernpolymorphie, Kernhyperchromasie).
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E Seitenanfang
Elongation   Bei 72 °C verlängert die DNA-Polymerase die Oligonukleotid-Kette, die sich an die template-DNA geheftet hat.
Empyem   (en-, gr. = darin, pyon, gr. =Eiter) eitrige Entzündung in einem vorgebildeten Hohlraum (z.B. Pleura-, Perikard-, Peritoneal-Höhle).
Entzündung   komplexe Reaktion des Gefäßbindegewebes auf Zell- oder Gewebeschäden. Abwehrreaktion des Organismus, die der Beseitigung schädigender Einflüsse und der Regeneration von Läsionen dient. Entzündungen werden durch Anhängen der Silbe ≥-itis„ benannt: z.B. Dermatitis, Hepatitis. Gastritis, etc.
Epithel   spezialisierte Zellen, die einen Verband von Zellen bilden
Erreger   siehe auch unter Pathogen: Krankheitsverursachender "Keim" (Bakterien, Pilze) oder infektiöser Partikel (Virus).
Ethidiumbromid (EtBr)   Aufgrund seiner Struktur schiebt es sich in zwischen zwei Sprossen der strickleiterförmigen Doppelstrang-DNA. Dieser Vorgang wird als Interkalation bezeichnet. Durch physikalische Gegebenheiten fluoresziert EtBr, wenn es in der DNA eingelagert ist und mit UV-Licht angeregt wird. Die DNA in einem Gel kann auf diese Weise sichtbar gemacht und photographiert werden, dies ist bei der konventionellen PCR der Fall. Die Interkalation des Stoffes in die DNA führt in lebenden Zellen zu  Mutationen, daher ist EtBr als krebserregend eingestuft, alle Arbeiten damit müssen dementsprechend durchgeführt werden.
Exfoliativzytologie   folium, lat. = Blatt, exfoliatio = Abblättern) Gewinnung spontan  von der Oberfläche abgelöster Zellen; Herstellen von gefärbten Ausstrichen und mikroskopische Beurteilung der Zellen von
  • Spontan entleerten Sekreten (z.B. Sputum, Harn)
  • Spülflüssigkeiten (z.B. Bronchien)
  • Direkte Abstriche von Schleimhautoberflächen (z.B. oberer Verdauungstrakt, Muttermund)
  • Körperhöhlenflüssigkeiten, von den begrenzenden Oberflächen (z.B. Flüssigkeit in Gelenkhöhlen, Bauchraum, Brustfell)
Expression   Oberbegriff für den Weg vom Gen zum fertigen Protein
Expressionsanalyse   Molekularbiologische Methoden werden u.a. eingesetzt, um festzustellen, von welchem Gen besonders viele oder wenige Transkripte – RNA-Kopien – angefertigt werden. Dies erlaubt Rückschluss auf die "Stückzahlen" des betreffenden Proteins.
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F Seitenanfang
Furunkel   (furunculus, lat. = der kleine Dieb) ist ein kleiner Abszess um einen Haarfollikel.
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G Seitenanfang
Gene   "Baupläne" für Proteine, aus denen jeder lebende Körper aufgebaut ist – alles Lebendige ist in seinem Aussehen/Aufbau durch Gene bestimmt.
Genom   Gesamtheit aller genetischen Informationen eines Organismus. Der Mensch besitzt schätzungsweise 30.000 Gene.
Granulationsgewebe   ist ein Gewebe aus proliferierenden Kapillaren und Fibroblasten sowie anderen Zellelementen, in wechselnder Anzahl, das der Demarkation untergegangener Gewebe und dem Ersatz von Gewebsdefekten dient.
Granulom   kleine, tumorartige Knötchen (daher die Endung "-om"), die in der Regel aus Makrophagen bestehen und sich in verschiedene Zellformen transformieren können; meist werden sie von lympho-plasmazellulären Zellsäumen umgeben, und enthalten oft mehrkernige Riesenzellen.
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H Seitenanfang
HER-2/neu(c-erbB2)   Herceptin ist ein monoklonaler Antikörper (Wirkstoffname Trastuzumab) der gezielt in  molekularbiologische Abläufe in Brustkrebszellen eingreift und so das Tumorzellwachstum hemmen kann. Der Wirkstoff Trastuzumab wurde so konstruiert, dass er sich an die Bindungsstellen von dem Signalrezeptor – humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2, abgekürzt HER 2 –  anheften kann, um so den Rezeptor zu blockieren. Allerdings ist nur bei  etwa 10 - 34 % aller Brustkrebspatientinnen die Zahl der HER-2-Rezeptoren an der Zelloberfläche groß genug um einen therapeutischen Effekt erzielen zu können.

Grundlagen: Das HER-2/neu Gen ist auf dem Chromosom 17q lokalisieret und kodiert ein transmembranöses tyrosinkinase Rezeptorprotein, das Mitglied der sogenannten erbB2 oder HER-Familie ist.
Histologie   die Lehre von den Geweben, einschließlich der Zellenlehre
Hyperplasie   Größenzunahme eines Organs oder Gewebes durch Zunahme der Zellzahl.
Hypertrophie   (hyper, gr. =über) Größenzunahme eines Organs oder Gewebes durch Vergrößerung der Einzellzellen.
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I Seitenanfang
Infarkt   (infarcire, lat. = hineinstopfen) umschriebene Nekrose infolge eines Verschlusses der versorgenden Gefäße. (Beispiel: Herzinfarkt, Darminfarkt, Lungeninfarkt)
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K Seitenanfang
Karbunkel   mehrere konfluierende Furunkel.
Karzinom   ein bösartiger/maligner Tumor der von Epithelzellen ausgeht. Etwa 90% aller bösartigen Tumoren gehen von Epithelien aus, diese werden als Krebs im eigentlichen Sinne bezeichnet. (Beispiele: Bronchialkarzinom, Magenkarzinom, Prostatakarzinom, Mammakarzinom)
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M Seitenanfang
Metaplasie   ( meta, gr. = danach, plasso, gr. = bilden ) ist eine reversible Umwandlung eines differenzierten Gewebes in ein anderes differenziertes Gewebe ähnlicher Bauart;  meist durch einen chronischen Reiz verursacht; (Beispiel: Bronchialschleimhaut besteht aus Flimmerepithel, Becherzellen und Basalzellen, die den Zellnachschub liefernde Reservezellen sind. Bei einer Metaplasie entwickelt sich zunächst eine Basalzellenhyperplasie. Diese Basalzellen differenzieren sich zu Plattenepithelzellen. Die besonders häufige Plattenepithelmetaplasie der Bronchialschleimhaut ist reversibel, dabei entwickeln sich unter dem Plattenepithel wieder Zylinderepithelzellen.
Metastasierung   (methistemi, gr. Versetze) eine räumliche vom Primärtumor getrennte Tochtergeschwulst, die durch die Verschleppung von Tumorzellen entstanden ist.
Microarray-Technologie   Mit sogenannten Microarrays kann von bestimmten Geweben oder Zellen ein Profil angelegt werden, in dem festgehalten wird, welche Gene in der Zelle an- oder abgeschaltet sind. Der Vergleich verschiedener Profile zeigt z.B. die Unterschiede zwischen einer Tumorzelle und einer gesunden Zelle. Um das Profil zu erstellen, wird das RNA-Material der Zellen miteinander verglichen.
Mikroorganismen (MO)   Unter diesem Begriff werden bakterielle und bestimmte pilzliche Lebensformen zusammengefasst. In der Mikrobiologie werden auch Viren hinzu gezählt, sie haben allerdings keinen eigenen Stoffwechsel und sind für ihr Überleben und Vermehrung auf Wirtszellen angewiesen. Sie sind demnach keine Mikroorganismen. Mikrobielle Krankheitserreger werden oft als Pathogen bezeichnet.
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N Seitenanfang
Nekrose   ( nekros, gr. = tot, abgestorben ) ist die morphologische Veränderung, die dem Tod eines umschriebenen Gewebesbezirkes oder einzelner Zellen im lebenden Organismus folgt
Neoplasie   Gewebsneubildung, die durch eine autonome, progressive und überschießende Proliferation körpereigener Zellen entsteht. Der Begriff Neoplasie sagt primär nichts über die Dignität einer Neubildung aus, also ob sie gutartig oder bösartig ist.
Nukleinsäuren   Desoxyribonukleinsäure (desoxyribonucleic acid - DNA) und Ribonukleinsäuren (ribonucleic acid - RNA) sind in Zellen vorhanden, wo sie die Baupläne für Proteine darstellen. Durch die Abfolge der Sequenzen G, A, T und C (DNA) bzw. G, A, U und C (RNA) wird die Gestalt des dreidimensionalen, aus Aminosäuren bestehenden Proteins bestimmt. Beim Erregernachweis durch eine PCR wird versucht, die Nukleinsäuren von Viren oder Bakterien nachzuweisen. Die DNA liegt in der Regel als strickleiterartiger Doppelstrang vor.
Nukleotide (dNTPs)   Bausteine, die die DNA-Polymerase verwendet, um die Elongation bei 72 °C durchzuführen.
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O Seitenanfang
Oligonukleotide   Kurze DNA-Stücke, die an passende Bereiche eines DNA-Einzelstranges binden, wobei sich stets A mit T, und C mit G aneinander hängen (z.B. bindet ATGGGCCTAT an TACCCGGATA).
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P Seitenanfang
Pathogen   Ein Pathogen ist ein Erreger, der Krankheiten verursacht. Erreger können Bakterien, Pilze oder auch Viren sein
PCR   Polymerasekettenreaktion (engl. polymerase chain reaction), durch Kary Mullis entdeckt und seither für viele Anwendungen in Bereich Medizin und Forschung weiterentwickelte Methode zum gezielten Nachweis von Nukleinsäuresequenzen
Pilze   Neben den größeren Pilzen (z.B. Champignon) gibt es viele Pilze die als Mikroorganismen existieren. Wie bei Bakterien auch, gibt es nützliche und weniger nützliche Vertreter unter ihnen. Beispiele für die nützlichen sind in der Lebensmittelindustrie zu finden, z.B. die Hefe Saccharomyces cerevisiae und diverse Schimmelpilze zur Herstellung bestimmter Käsesorten. Krankheitserregende (pathogene) Pilze sind z.B. verschiedene Hautpilze (Fußpilz, Nagelpilz,..) und andere wie Candida sp. (z.B. Soor bei Kleinkindern). Das besondere an ihnen ist, dass sie ihre DNA in einem Zellkern aufbewahren und wie der Mensch zu den Eukaryoten (gr. eu- = gut, gr. karyo = Kern) zählen. Bestimmte antibakterielle Antibiotika sind gegen Pilze unwirksam, so dass auf Pilze zugeschneiderte Antibiotika verwendet werden müssen. Pilze spielen jedoch im medizinischen Bereich noch eine weitere, sehr wichtige Rolle: Sie produzieren Substanzen, die gegen viele Bakterien und z.T. auch gegen andere Pilze hemmend oder abtötend wirken - Antibiotika (z.B. Penicillin und Cephalosporin).
Primer   siehe Oligonukleotide
Probeexzision   ist eine chirurgische Gewebsentnahme für histologische Untersuchungen; mit dieser Methode sind alle Organe und Gewebe zugänglich
Protein   Kollagen und Keratin (in Bindegewebe, Knochen, Haut, Haaren und Fingernägeln) sind nur zwei Beispiele von Proteinen. Jedes Protein beruht in seiner Gestalt und Funktion (z.B. Elastizität der Haut durch Kollagen) auf einem Gen als Bauplan. Von diesem Plan wird eine Art Blaupause angefertigt – das Transkript.
Punktionszylinder   werden durch Organ- oder Gewebepunktion mit größeren Nadeln oder Punktionskanülen entnommen
Punktionszytologie   mikroskopische Untersuchung aus dem Gewebsverband gelöster Einzellzellen zur Erkennung  von Krankheiten, vor allem Tumoren, Entzündungen und Speicherkrankheiten
Pyoarthros   Empyem der Gelenkhöhle
Pyometra   Empyem des Uterus
Pyosalpinx   Empyem der Tuba uterina
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R Seitenanfang
Real-Time-PCR   Mit dieser speziellen PCR-Methode kann u.a. sehr schnell festgestellt werden, ob ein bestimmtes Gen (DNA-Ebene) in einer Probe vorhanden ist oder nicht (z.B. Erreger-Nachweis). Weiterhin kann damit untersucht werden, wieviele Ausgaben eines Gens bzw. RNA-Kopien davon vorhanden sind. Letzteres macht die Real-Time PCR zu einem geschätzten Werkzeug der Expressionsanalyse.
Rezidiv   (recidere, lat. = zurückfallen), das Wiederauftreten der gleichen Erkrankung  nach einem symptomlosen Intervall; z.B.Tumorrezidive
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S Seitenanfang
Schnellschnittuntersuchung   während der Operation entnommenes Gewebe wird innerhalb weniger Minuten an einem Gefrierschnitt untersucht; das sofort telefonisch und schriftlich mitgeteilte Ergebnis ist auschlaggebend für den weiteren Gang der Operation
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T Seitenanfang
template   Ausgangsmaterial für eine PCR, die DNA. An das "template", die Ziel-DNA die es zu amplifizieren und nachzuweisen gilt (z.B. Mycobacterium tuberculosis), heften sich die Oligonukleotide an und geben dem Enzym DNA-Polymerase einen Startpunkt für seine Arbeit.
Transkript   Das Transkript stellt die Verbindung zwischen Gen (DNA) und Protein (Aminosäuren) dar. Jedes Protein stammt von einem Gen ab. Das Transkript besteht aus RNA und ist eine Art Kopie vom Gen (DNA). Die RNA gelangt in die Proteinsynthese einer Zelle und wird dort als Bauanleitung verwendet.
Transkription   Der Prozess in dem von einem Gen (DNA) ein Transkript – eine RNA-Kopie – hergestellt wird. Während der Transkription werden mitunter mehrere hundert bis tausende Transkripte eines einzelnen Gens binnen kurzer Zeit erzeugt. Auf diese Weise ist eine Zelle in der Lage, sehr viele Stückzahlen eines Proteins gleichzeitig herzustellen.
Tumor   = Geschwulst = Neoplasma ( = gr. „Neubildung“ )

Ein Tumor ist eine abnorme Gewebsmasse, die durch eine fortschreitende, überschießende Proliferation körpereigener Zellen entsteht; es handelt sich um eine Gewebsvermehrung  die mit dem normalen Gewebe nicht koordiniert ist und deren Wachstum auch anhält, wenn der auslösende Reiz nicht mehr wirksam ist;

Gutartige (benigne) Tumoren: gefährden das weitere Leben des Erkrankten in der Regel nicht;

Bösartige (maligne) Tumoren führen unbehandelt in kurzer Zeit, d.h. in einigen Monaten bis wenigen Jahren zum Tod;
Tumormarker   sind unterschiedliche Proteine die bei Krebserkrankungen im Blut, anderen Körperflüssigkeiten, auf der Oberfläche von Tumorzellen oder im Innern der Tumorzellen nachgewiesen werden können. Tumormarker werden von Krebszellen gebildet oder ihre Bildung wird von Tumorzellen ausgelöst. Die meisten Tumormarker sind nicht tumorspezifisch. Ein Teil der Tumormarker kann bei verschiedenen bösartigen Tumoren erhöht sein
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V Seitenanfang
Viren   Extrem winzige Partikel, bestehend aus einer Proteinhülle (Capsid), ein wenig RNA oder DNA (nur eines von beiden) und einigen wenigen Enzymen, die sie zum Einschleusen ihres "Erbgutes" in die Zelle und das Genom ihres Wirtes benötigen. Eines dieser Enzyme, das vielfältige Anwendung in Medizin und Forschung findet, ist die Reverse Transkriptase von Retroviren (RNA als Nukleinsäure). Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und sind für ihr "Überleben" auf Wirtszellen angewiesen. Bekanntere Beispiele sind Grippeviren und Viren als Erreger von Tollwut, Herpes,Pfeiffer'schem Drüsenfieber und Mumps.
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Z Seitenanfang
Zellzyklus   Der Zellzyklus stellt einen komplexen Prozess der einzelnen Zelle von ihrer Entstehung aus der Mutterzelle bis zu ihrer Teilung dar. Als Teil eines komplexen Gewebesystems ist ein funktionierender Zellzyklus Voraussetzung für die Entwicklung eines Organismus und dessen Homöostase (Verlust der Zellen und Ersatz durch Neubildung).

Bei der bösartigen Tumorentstehung ist das komplexe Zellzyklus-Kontrollsystem auf unterschiedlichster Art verändert, so dass eine unregulierte Zellproliferation die Folge ist. Atypische Zellen (Krebszellen) haben die vererbare Eigenschaft sich entgegen der üblichen Beschränkungen der Zellteilung zu vermehren und können Gewebeareale besiedeln, die normalerweise anderen Zellen vorbehalten sind (Metastasenbildung). Die meisten malignen Tumoren stammen dabei vermutlich von einer einzelnen atypischen Zelle ab. Die Wachstumsgeschwindigkeit eines malignen Tumors hängt von deren Zellproliferationskinetik ab. Der Pathologe hat verschiedene Techniken die Proliferationskinetik von malignen Tumoren zu bestimmen (siehe nachfolgende Tabelle).

Marker Nachweis in bestimmten Zellzyklus-Phasen
Mitose-Index M-Phase
H-Thymidine-Aufnahme S-Phase
5-Bromodeoxyuridin-Markierung S-Phase
Flowcytometrie S-Phase
Ki-67 G1-, S-, G2- und M-Phase
PCNA G1-, S- und G2-Phase
p105 G1-, S-, G2- und M-Phase
AgNOR S-, G2- und M-Phase
Cyclin A S-, G2- und M-Phase
Cyclin B G2- und M-Phase
Cyclin C G1-Phase
Cyclin D G1- und S-Phase

In der klinischen Pathologie werden zur Bestimmung der Proliferationsaktivität in der Regel der Mitose-Index der Tumorzellen ermittelt und auf der Proteinebene der Tumorzellen die Proliferationsmarker Ki67 und PCNA immunhistochemisch bestimmt.
Zentrales Dogma   Vor nicht zu langer Zeit ging man davon aus, dass die Herstellung von Protein stets folgenden Weg geht. Das Gen (DNA-Ebene) wird in Transkript (RNA-Ebene) kopiert. Dieses dient als ausführliche Bauanweisung für ein Protein (Aminosäure-Ebene). Eine mögliche Umkehr in diesem Weg erschien abwegig. Bestimmte Viren bewiesen jedoch die Fähigkeit, ihre RNA in DNA kopieren zu können. Diese "neue" DNA wird als Gen unter die Gene des Wirtsorganismus "geschmuggelt".
Ziel-DNA   (siehe auch unter "template"), Der Abschnitt der Erreger-DNA, der durch PCR gezielt kopiert und nachgewiesen werden soll.
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konzept & design: karl majert
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Letzte Aktualisierung: 20.03.2007
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